Jugend
Unsere Jugendarbeit umfasst zum Einen Schnupperkurse und Aktionstage für interessierte Kinder und Jugendliche aus der Umgebung und zum Anderen natürlich die Betreuung unserer Jugendmitglieder. Anja Wenthaus und Stefan Schwarzmann, unser Jugendwärteteam, führen die Kinder und Jugendlichen sowohl an die Techniken der Fischerei heran, als auch an das "Drumherum", vom Zelten bis zur Vereinsarbeit wie Fischbesatz, Gewässerpflege, dem Organisieren von Veranstaltungen und den anfallenden Arbeiten. Dabei wird das Miteinander groß geschrieben.
Fliegenfischen
Das Fliegenfischen ist besonders schonend für die gefangenen Fische. Das liegt vor allem daran, dass der Köder aus Federn und Tierhaaren direkt auf die dünndrähtigen, extrem scharfen Haken ohne Widerhaken gebunden werden. Natürch würde kein Fisch das runterschlucken. Also werden die Fische nur ganz außen an der Lippe gehakt. Geht der Zug auf die Leine verloren, durch einen Fehler des Anglers oder weil der Fisch im Kescher liegt, fällt der Haken meist von alleine heraus. Die dabei entstehende Verletzung kennen die meisten Fliegenfischer, denn beim Erlernen dieser Kunst läuft nie alles perfekt. So landet die Fliege nicht nur im Geäst der Ufervegetation sondern auch mal im Ohr oder Nacken des Angler. Wer den ersten Tipp des professionellen Fliegenfischerlehrers, der den Kurs für die Jugend des Vereins durchführte, immer eine Brille und einen Hut zu tragen nicht beachtet, kann auch schlimmere Schäden an sich anrichten. Ausser das es etwas zieht, merkt man nichts vom Haken, wenn er in der Haut steckt. Wohl dem, der das generelle Widerhakenverbot an den Mümlingstrecken beachtet. Fischt man mit Widerhaken, fühlt sich das ganz anders an.
Als nächstes ging es um die Sicherheit und das Wohlempfinden der Fische. Neben dem Haken ist der Umgang des Anglers mit dem Fisch enscheidend. Wird der Fisch stets gekeschert und unter Wasser abgehakt, bleiben die Fische ausser einem Schreck, völlig unbeschadet. Das gezielte, vom Hessischen Fischereirecht geforderte, schonende zurücksetzen gefangener Fische ist für die Mitglieder der SF-V und Fliegenfischer Ehrensache.
Dann wurde die natürliche Nahrung der Fische im Bachlauf am Vereinsheim gesammelt und die Kleinkrebse und Insektenlarven, die die Diat der Fische darstellen, angesehen und mit den "Mustern" in den Fliegendosen der Fliegenfischern verglichen. Das Wissen, wann welche dieser Nährtiere im Wasser als Nahrung zur Verfügung stehen, entscheidet darüber, ob die richtige Fliege gewählt wird - und somit über den Fangerfolg.
Dann ging es endlich an die Wurfübungen - nach etwas Physikunterricht - , denn beim Werfen mit der Fliegenrute geht es um die perfekte Übertragung von Kräften aus dem Arm in die Rute und dann in die Schnur, bis am Ende des Prozesses die künstliche Fliege sanft auf dem Wasser landet.
Am Ende des Kurses sind nun alle Teilnehmer bereit an den Bach zu gehen und das Erlernte in die Praxis umzusetzen. Ja, es dauert etwas, bis man die Feinheiten der Abläufe verinnerlicht hat. Bis dahin hängt die Fliege oft im Gebüsch oder man produziert reichlich vertüttelte Schnur. Trotzdem fängt man auch in der Anfangsphase Fische und schnell wird man besser. Ist man erstmal richtig eingestiegen, wird das Fliegenfischen schnell vom Hobby zur Passion.
Alle Teilnehmer hatten viel Spaß, sogar beim theoretischen Teil. Sicher sehen wir einige der Teilnehmer bei weiterführenden Kursen wieder. Der Verein wird in Zukunft mehr solcher Angebote machen, sowohl für die Jugend als auch für die Erwachsenen und auch zusammen.
Projektwoche am Teich
Auch im Jahr 2019 durfte der Sf-V "Petri Heil" wieder viele ganz besondere "Jungangler" am Vereinssee begrüßen. In ihrer Projektwoche schauten Kinder der Grundschule Steinbach vorbei und ließen sich von unserem Jugendwart Stefan Schwarzmann und unserem Mitglied Tom Ulm in der Kunst des Fischens aber auch in dem sorgsamen und nachhaltigen Umgang mit der Natur unterrichten.












