Im
November 2009 übernahmen die Jungangler
des Sportfischer-Verein Petri Heil Mümlingtal die Patenschaft für den Teich
hinter dem Michelstädter Waldschwimmbad, besiegelt per Handschlag zwischen dem
Vereinsvorsitzenden Horst Kares und Bürgermeister Stephan Kelbert.
Das Gewässer ist stark
verschlammt und der PH-Wert war im Sommer derart hoch, dass Gefahr für die dort
lebenden Fische und Amphibien drohte. Vor allem der nicht standortgerechte
Bewuchs mit Nadelbäumen, aber auch mit zu vielen Laubbäumen und Büschen wurde
als die Hauptursache für die Misere ausgemacht. Als ersten Schritt zur
Sanierung des Gewässers hat die Stadt in Absprache mit der unteren
Naturschutzbehörde des Kreises und nach Vorgabe des örtlichen Revierförsters
Anfang Januar durch einen einheimischen Fachbetrieb Bäume fällen lassen. Die
Stämme und das andere verwertbare Holz wurden verkauft und sind mittlerweile
abgefahren.
Am vergangenen
Samstagmorgen ließen nun die Jungangler des Sportfischer-Vereins ihrer
eingegangenen Verpflichtung erste Taten folgen. Mit ihren Betreuern waren die
Kinder und Jugendlichen am Teich im Einsatz, um die übrig gebliebenen dickeren
und dünnen Äste, die nach der Baumfällung rund um den See lagerten,
zusammenzutragen und zu schreddern. Mit viel Eifer waren die Kinder und
Jugendlichen bei Temperaturen um den Gefrierpunkt bei der Sache und gegen die
Mittagszeit war dank des großen Schredders, der von einer Asselbrunner
Fachfirma kostenlos bereitgestellt wurde, von den Bergen von Ästen nur Haufen
von Schreddermaterial übrig, das nun ebenfalls wieder verwertet werden kann.
Als Belohnung für ihre Mühe erhielten die Kinder vom Verein eine Erbsensuppe
und Würstchen.
Diesem
ersten Schritt sollen weitere folgen, um das Gewässer zu sanieren. So soll der
See, der von einer Quelle gespeist wird, abgelassen werden, um den Fischbesatz
zu kontrollieren, aber auch um Unrat einzusammeln. Notwendig ist auch die
Entfernung des vorhandenen Schlammes vor allem zum Abfluss des Gewässers hin,
denn von der früheren Gewässertiefe von etwa drei Meter ist der jetzige
Wasserstand weit entfernt. Doch für diese Arbeiten werden wahrscheinlich
schwere Geräte gebraucht, die Kinder und Jugendlichen können hierbei allenfalls
mithelfen. grs